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Die Banklehre bei der Spar- und Leihkasse Frutigen AG

Die Spar- und Leihkasse Frutigen AG engagiert sich seit vielen Jahren in der Grundbildung und bildet Lernende aus der Region zu Bankkaufleuten aus. Momentan absolvieren acht Lernende, je vier Frauen und Männer, die KV-Lehre bei uns. Zusätzlich besucht ein Praktikant den Lehrgang BEM, Bankeinstieg für Mittelschulabsolventen. Die Ausbildung junger Berufsleute ist für uns von zentraler Bedeutung. Einerseits können wir jungen Menschen einen Start ins Berufsleben ermöglichen, andererseits können wir unsere Lernenden nach Abschluss der Ausbildung oftmals weiterbeschäftigen.

Was machen eigentlich Bankkaufleute?

 

Das Berufsbild

Die KV-Lehre ist auf dem dualen Bildungssystem aufgebaut. Das heisst, die Lehre wird in einen schulischen und in einen betrieblichen Teil gegliedert. Den schulischen Teil besuchen unsere Lernenden in der Wirtschaftsschule Thun an maximal zwei Tagen pro Woche. Den betrieblichen Teil absolvieren sie einerseits bei uns im Lehrbetrieb und andererseits im Center for Young Professionals (CYP), welches ihnen die Branchenkunde im Bankwesen vermittelt. Die Branchenkunde-Kurse finden einmal pro Monat statt und sind modular aufgebaut, so dass den Banklernenden Theorie und Praxis zur gleichen Zeit vermittelt wird. Nach dem Qualifikationsverfahren im 3. Lehrjahr müssen der schulische und der betriebliche Teil erfolgreich bestanden sein, um die Lehre abschliessen zu können.

Die Banklehre unterscheidet sich nicht wesentlich von der Ausbildung in einer anderen Branche. Der korrekten Erfassung der Kundenbedürfnisse und der optimalen Beratung der Kunden wird aber sicher sehr grosse Bedeutung beigemessen.

 

Die Ausbildung bei einer Regionalbank

Während den drei Jahren der Ausbildung wechseln unsere Lernenden halbjährlich den Ausbildungsplatz und erhalten so Einblick in sämtliche Banktätigkeiten:

Bezahlen

Zahlungsarten im In- und Ausland kennenlernen, Kunden bei E-Banking-Problemen unterstützen

Stammdaten

Korrespondenz schreiben, Kontoeröffnungen bearbeiten, Bedienung der Telefonzentrale

Verarbeitung Finanz

Abrechnung von Börsentransaktionen, Wertschriften transferieren, Verwaltung der Wertschriftenbestände, Pflege des Aktienregisters der Bank

Kreditadministration

Kreditvorlagen ausarbeiten, Abklärungen bei Grundbuch- und Betreibungsamt

Rechnungswesen

Abstimmungsarbeiten, Statistiken erstellen, Mithilfe bei der Erstellung der Abschlüsse, Rechnungen zur Zahlung vorbereiten

Basisberatung

Kundenkontakt durch die Arbeit am Schalter, Kontoeröffnungen, Ausgabe fremder Währungen, Unterstützung bei der Bedienung der Geldautomaten, Nachttresor-Bewirtschaftung, Bedienung der Telefonzentrale

Private Banking

Einführung in das Anlagegeschäft, Mitwirken bei der Ausarbeitung von Anlagevorschlägen und Finanzplanungen, Mitarbeit bei Research, Analyse und Administration der Vermögensverwaltung, Einblick in den Börsenhandel

Die Lernenden erhalten dabei eine spannende und abwechslungsreiche Ausbildung, welche ihnen auch ermöglicht, herauszufinden, welche Tätigkeiten sie gerne verrichten und wo ihr mögliches zukünftiges Arbeitsfeld nach Abschluss der KV-Lehre liegen könnte.

 

Der Lehrgang BEM (Bankeinstieg bei Mittelschulabsolventen)

Seit einiger Zeit gibt es den Lehrgang BEM (Bankeinstieg für Mittelschulabsolventen). Wie es der Name schon sagt, benötigt der Praktikant / die Praktikantin eine abgeschlossene Mittelschule. Das kann eine gymnasiale Maturität aber auch eine Handelsmittelschule sein. Das Praktikum bietet Menschen mit einer beruflichen Vorbildung den Einstieg in die Bankenwelt. Wir betreuen aktuell bereits den dritten Praktikanten, der den Lehrgang BEM absolviert. Bei unserer Bank dauert das Praktikum in der Regel 18 bis 24 Monate und endet mit dem Zertifikatsabschluss. Während des Praktikums arbeitet der Praktikant / die Praktikantin jeden Tag in unserem Betrieb und besucht dazu ebenfalls die Branchenkunde-Kurse Bank im CYP, analog unseren Lernenden. Das Praktikum ist eine gute Alternative für junge Erwachsene, welche über einen Mittelschulabschluss verfügen und nun den Einstieg in die Bankenwelt schaffen wollen.

KV-Reform 2022

Ab Lehrbeginn im Sommer 2022 tritt die neue KV-Reform in Kraft. Sie soll die Lernenden dabei unterstützen, für zukünftige Anforderungen der Unternehmen und der Wirtschaft gewappnet zu sein. Die heutigen Profile B, E und M fallen mit der KV-Reform 2022 weg. Neu wird die kaufmännische Grundbildung konsequent auf Handlungskompetenzen, also auf die berufspraktischen Tätigkeiten, ausgerichtet. Die Handlungskompetenzen strukturieren sowohl die Ausbildung als auch das Qualifikationsverfahren und bilden die Grundlage für die Leistungsziele aller Lernorte. Die heute fächerorientierte Ausbildung wird angepasst. Neu wird im dritten Ausbildungsjahr die Möglichkeit bestehen, die Handlungskompetenzen in einem Tätigkeitsgebiet zu vertiefen. Zur Auswahl stehen vier Optionen:

  1. Finanzen
  2. Kommunikation mit Anspruchsgruppen in der Landessprache
  3. Kommunikation mit Anspruchsgruppen in der Fremdsprache
  4. Technologie

Welche Vertiefungsrichtung wir mit unseren Lernenden ab Sommer 2022 wählen werden, ist heute noch nicht klar. Die Bankbranche setzt sich für eine weitere Vertiefungsoption mit Schwerpunkt Wirtschaft und Recht ein.

So ist vieles noch in Diskussion und wir informieren uns deshalb laufend über den Fortschritt. Es wird sich erst im Alltag der Banklernenden zeigen, welche Änderungen die KV-Reform 2022 bringen wird.

Update Juni 2021: Die KV-Reform 2022 wurde vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um ein Jahr verschoben und soll nun neu im 2023 starten.

Weshalb eine Banklehre?

Eine Banklehre ist eine Grundbildung für die berufliche und private Zukunft. In der dreijährigen Lehrzeit lernt man alle relevanten Bankgeschäfte kennen und erhält Einblick in die verschiedenen Bereiche der Finanzbranche. Mit dem kaufmännischen Abschluss im dualen Bildungssystem, wie es so nur die Schweiz kennt und worum uns die ganze Welt beneidet, bestehen im Anschluss zahllose Möglichkeiten sich beruflich weiterzuentwickeln. So kann man die Berufsmaturität absolvieren und anschliessend an einer Fachhochschule studieren oder im Finanzbereich eine Weiterbildung z. B. zum Dipl. Finanzplaner*in mit eidg. FA oder zur Dipl. Bankwirtschafter*in HF absolvieren. Ebenso besteht nach Ablauf der Lehrzeit und nach Bestehen des Qualifikationsverfahrens eine gute Chance, in unserem Betrieb weiterbeschäftigt zu werden. Aktuell hat rund ein Drittel unseres 70-köpfigen Teams bereits die Banklehre bei uns absolviert.

Interview mit Joelle Holliger und Kaya Moser, Lernende 3. Lehrjahr bei der SLF

Ich habe unseren Lernenden, welche in ein paar Tagen ihre Abschlussprüfungen absolvieren, einige Fragen zum Thema Berufswahl gestellt.

 

1. Weshalb hast du dich für eine Banklehre entschieden?

Kaya Moser: Um ehrlich zu sein, war meinem damals 14-jährigen Ich die Berufswahl etwas ungeheuer. Ich konnte mir alle möglichen Richtungen vorstellen und schnupperte auch verschiedene künstlerische und kreative Berufe. Daneben besuchte ich die Infotage am Gymnasium. Nichts vermochte mich zu überzeugen, worauf ich mich auf meine schulisch starken Grundfächer besann und entschied, auch mal in einem kaufmännischen Beruf zu schnuppern. Und siehe da, mir hat der Schnuppernachmittag auf der SLF einen guten Eindruck hinterlassen.

Joelle Holliger: Anfangs war ich mit der Entscheidung der Berufswahl ebenfalls überfordert. Meinem Vater war es wichtig, dass ich eine gute Grundbildung habe. Auch ich ging zuerst eher kreative und handwerkliche Berufe schnuppern und wollte auch eine Lehre in diese Richtung machen. Meine Eltern unterstützten mich dabei, mein Vater brachte dann noch die Idee ein, ich solle doch auch das KV in Betracht ziehen. Somit ging ich auch diesen Beruf schnuppern und bewarb mich um die Lehrstelle bei der Bank. Ich merkte, dass es mir Spass macht am Computer zu arbeiten und Kundenkontakt zu haben. Die Banklehre bietet sich daher sehr gut an und entspricht mir gut, da es eine herausfordernde Lehre ist. Sie ist sehr vielfältig und abwechslungsreich.

 

2. Und warum hast du dich bei der SLF beworben?

K.M. Schon seit ich klein bin, besitze ich ein Konto bei der SLF. In der Zeitung sah ich das Inserat zum Schnuppertag bei der SLF. Die Wahl, bei welcher Bank ich als erstes hineinschauen möchte, fiel dementsprechend schnell aus. Mir ist die familiäre Atmosphäre, welche in der SLF herrscht, sofort aufgefallen. Noch am selben Abend schrieb ich mein Motivationsschreiben, um mich um die Lehrstelle bei der SLF im Sommer 2018 zu bewerben.

J.H. Die SLF ist eine kleine Bank, bei der man einander kennt. Dies finde ich sehr wichtig und ist mir lieber als eine Grossbank. Schon beim Schnuppern ist mir diese Atmosphäre aufgefallen und sie hat mich sehr angesprochen. Der Umgang ist freundlich und man erhält viel Unterstützung für die Schule sowie für die CYP-Kurse, z.B. finanzielle Unterstützung. Und man kann jederzeit fragen, wenn man etwas nicht weiss.

 

3. Du bist nun fast am Schluss deiner Lehrzeit. Was hat dir am besten gefallen?

K.M. Die letzten drei Jahre sind wie im Flug vergangen. Unendlich viele neue Dinge haben mich erwartet. So habe ich viel Neues kennen gelernt, unter anderem auch Facetten meiner eigenen Persönlichkeit, die ich bisher so noch gar nicht kannte. Gefallen hat mir vor allem, dass mir die SLF ermöglicht hat, in fast alle Bereiche und Abteilungen der Bank Einsicht zu erhalten. Dies machte die letzten Jahre sehr abwechslungsreich und interessant. Ich durfte mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten und viele tolle Persönlichkeiten kennenlernen. Ich konnte mir ein Bild von meinen Schwächen, Stärken aber auch Vorlieben und Abneigungen machen. Ich denke, mich dazu entschieden zu haben, eine Lehre zu absolvieren, hat mich als Person um einige Schritte vorangebracht. Ich konnte mich charakterlich weiterentwickeln, wie ich es in vier Jahren als Gymnasiastin vermutlich nicht hätte tun können. Meine Entwicklung war für mich sogar selbst spürbar, was wohl einiges heissen muss. 

J.H. Die verschiedenen Abteilungen und die Abwechslung, die die Abteilungswechsel mit sich bringen. Man ist jedes halbe Jahr in einer neuen Abteilung und somit lernt man sehr viel. Dies hilft auch, das Gelernte, umzusetzen. Zudem habe ich mich persönlich stark weiterentwickelt. Auch dafür bin ich sehr dankbar. Die letzten drei Jahre gingen schnell vorbei und waren lehrreich. Ausserdem hat mir die Zeit mit meiner Mitlernenden, Kaya, gut gefallen. Wir konnten einander immer irgendwie helfen und ergänzten uns sehr gut.

 

4. Wem würdest du die Absolvierung einer Banklehre empfehlen?

K.M. Mir wurde damals bei der Berufswahl nicht ganz klar gemacht, dass das KV auf der Bank mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist als das KV in anderen Branchen. Ich finde es wichtig, sich dessen bewusst zu sein und sich auch bewusst dafür zu entscheiden. Empfehlen würde ich die Banklehre also all jenen, die sich wirklich für die Wirtschafts- und Finanzpolitik interessieren.

J.H. Allen die das KV machen möchten und die eine Herausforderung suchen. Zudem wäre es von Vorteil, wenn man sich für die Wirtschaft interessiert. Es gibt viele Zusammenhänge mit dem Bankgeschäft und die Bank nimmt eine zentrale Rolle im Wirtschaftssystem ein. Man sollte sich aber bewusst sein, dass die Banklehre besonders am Anfang extrem fordernd ist. Dies ist vielen nicht bewusst, mir war das beispielsweise auch nicht klar.

 

5. Wie sieht deine Zukunft nach Lehrende aus?

K.M. Nach meinem Lehrende werde ich die SLF verlassen und die Berufsmatur 2 im bilingualen Unterricht an der Wirtschaftsschule Thun beginnen. Anschliessend steht ein Auslandsjahr, am liebsten in Down Under, auf dem Plan. Falls möglich, möchte ich dies mit einigen Wochen Reisen verbinden. Zurück in der Schweiz kann ich mir ein Studium durchaus vorstellen. In welche Richtung es genau gehen soll, ist jedoch noch unklar. Das ist noch ein bisschen zu weit weg. 

J.H. Ich werde auf der Spar- und Leihkasse Frutigen AG im Private Banking mit einem Pensum von 60% weiterarbeiten. Die restlichen zwei Tage werde ich in Zürich an der SAE verbringen, bei der ich die nächsten zwei Jahre Game Art & 3D Animation studiere. Je nachdem werde ich den Bachelor anhängen, doch das werde ich später noch entscheiden. Zudem möchte ich in Zukunft noch viel Reisen und am liebsten noch einen Sprachaufenthalt im englischsprachigen Raum machen.

Ich bedanke mich bei Kaya und Joelle herzlich für das Interview.

Schnuppern bei der SLF

Wer sich für eine Banklehre interessiert, dem empfehlen wir, einen unserer Schnuppertage zu besuchen. Pro Jahr führen wir mindestens drei Schnuppertage im 1. und 2. Quartal durch. Wir stellen an diesem Tag die verschiedenen Aufgaben unserer Bank vor und besuchen die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden auf einem Rundgang durch die Bank. In den Abteilungen Basisberatung und Kreditadministration dürfen die Schnupperlernenden einen Blick über die Schulter der Mitarbeitenden werfen und selbst mitarbeiten. So wird ein Blick hinter die dicken Tresortüren gewährt und der Schnupperlernende darf bei der Verlängerung einer Hypothek helfen. Anmelden für einen Schnuppertag kann man sich direkt über unsere Homepage oder persönlich bei mir. Wir freuen uns immer, neue Schüler*innen kennenzulernen und ihnen einen spannenden Blick hinter die Kulissen einer Regionalbank zu gewähren.

Eine Banklehre kann ich allen Schüler*innen empfehlen, die gerne mit Zahlen und am Computer arbeiten, die interessiert an der Weltpolitik und am Wirtschaftsgeschehen sind und sich eine solide Grundbildung als Start ins Berufsleben wünschen. Mit den halbjährlichen Abteilungswechseln bieten wir eine vielfältige und abwechslungsreiche Ausbildung in einer kollegialen und familiären Umgebung an.

Quellenverzeichnis:
www.sskab.ch
www.cyp.ch

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Anrede*

Ein Beitrag von

Maria Zurbrügg

Leiterin Personal I Prokuristin

HR-Fachfrau mit eidg. FA
Dipl. Betriebswirtschafterin HF

Als Leiterin Personal ist sie erste Anlaufstelle aller Mitarbeitenden der Bank und kümmert sich um jegliche Human Resources Themen. In ihrer Funktion ist sie ausserdem verantwortlich für die Ausbildung der Banklernenden.