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6 Tipps zum Vererben

Eine sorgfältige Vorbereitung sorgt dafür, dass das Erbe nicht zur Last wird. Dazu gehört es, einige Fragen vorab zu klären: Welche Möglichkeiten zum Vererben habe ich? In welchen Fällen macht eine Schenkung Sinn? Wie sichere ich meinen Ehepartner ab? Folgende Punkte gilt es zu berücksichtigen.

  1. Testament ja oder nein? Im Testament wird ein spezifischer Wille festgelegt, der allerdings nicht gegen das Erbrecht verstossen darf. Hier kann beispielsweise festgehalten werden, wer nach Auszahlung der Pflichtteile begünstigt werden soll. Hat der Verstorbene kein Testament errichtet, tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

  2. Immobilien: Wer eine Immobilie besitzt, kann diese schon zu Lebzeiten den Nachkommen übertragen. Allerdings sollte abgeklärt werden, unter welchen Bedingungen dies als (steuerbefreite) Schenkung gilt.

  3. Steuern sparen: Wer Vermögenswerte an Personen vererben oder verschenken möchte, die hohe Erbschafts- bzw. Schenkungssteuern zahlen müssen, sollte Möglichkeiten zur Optimierung prüfen, zum Beispiel einen Umzug in einen anderen Kanton. Um Steuern zu sparen, kann man sein Haus auch verschenken und sich gleichzeitig ein lebenslanges, unentgeltliches Nutzniessungsrecht sichern.

  4. Vererben an gemeinnützige Organisationen: Im Testament oder Erbvertrag können wohltätige Organisationen bedacht werden. Am einfachsten ist es, ein Hilfswerk mit einem bestimmten Betrag zu berücksichtigen, also mit einem Vermächtnis mittels Verfügung. Damit kann man eine Organisation am Nachlass beteiligen, ohne ihr eine Erbenstellung einzuräumen.

  5. Die Schenkung: Eine Schenkung an gesetzliche Erben gilt als Erbvorbezug. Einen Erbvorbezug, eine Schenkung oder ein Darlehen sollten Sie immer schriftlich regeln, auch unter Verwandten. Halten Sie bei einem Erbvorbezug insbesondere fest, ob bei der Erbteilung eine Ausgleichspflicht besteht.

  6. Konkubinat: Es gibt in der Schweiz keinen gesetzlichen Erbanspruch für den/die überlebende/n Konkubinatspartner/in. Sollen diese bedacht werden, muss dies in einem Testament oder Erbvertrag festgelegt werden. Ausserdem bieten viele Vorsorgewerke ihren Versicherten die Möglichkeit an, unter bestimmten Bedingungen Begünstigte einzutragen, die keinen gesetzlichen Erbanspruch haben. Die Details müssen in jedem Fall mit den entsprechenden Vorsorgewerken abgeklärt werden. Auch bei Lebensversicherungen können Begünstigte berücksichtigt werden, die über keinen gesetzlichen Erbanspruch verfügen. Gerne finden wir mit einem Spezialisten die passende Lösung zur Abdeckung Ihrer Bedürfnisse.

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