Langjährige Mitarbeitende sprechen für sich - 46 Jahre bei der SLF
Frutiger Anzeiger Finanzratgeber 29.06.2026
Tagtäglich setzen sich rund 70 Menschen dafür ein, die weitherum geschätzten Leistungen der Bank SLF zu erbringen. Sicherheit und Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden steht an erster Stelle, weshalb das Beratungsteam eine wichtige Drehscheibenfunktion einnimmt.
Im Bereich Kundenberatung steht ein grosses Ereignis an: Nach über 45 Jahren übergibt Rudolf «Ruedi» von Känel die Verantwortung in jüngere Hände. Carla Steiner (29), bisherig Chefin des Schalterteams. freut sich auf die neue Herausforderung. Zwischen Austritt und Neuanfang - ein Gespräch auf Augenhöhe.
Frutiger Anzeiger: Ruedi von Känel, Sie gehen nach 46 Jahren als Kundenberater in Pension. Was wird Ihnen am meisten fehlen? Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl in den Ruhestand und bin dankbar, dass ich in so einer grossartigen und wunderschönen Region arbeiten durfte, in der der Mensch stets im Mittelpunkt stand.
Die SLF bietet Ihnen mehr - auch als Arbeitgeberin.
Begonnen hat alles quasi aus Jux: Ich meldete mich, ohne eine Bewerbung geschrieben zu haben, wurde angenommen - und bin geblieben. Am meisten fehlen werden mir das Team, der tägliche Austausch und natürlich die Kundinnen und Kunden. Noch heute erhalten ich Anrufe von Menschen, die sich für meine Arbeit und Hilfe bedanken. Das bedeutet mir sehr viel.
Carla Steiner, Sie übernehmen die Betreuung der vielen Kundinnen und Kunden, die von Ihrem Vorgänger begleitet wurden. Wollen Sie sich kurz vorstellen? Ich bin in Frutigen aufgewachsen und habe bei der SLF meine Lehre absolviert. Wahrend meiner bisherigen Laufbahn durfte ich verschiedene Abteilungen kennenlernen und konnte dadurch wertvolle Erfahrungen sammeln. Ich bin ein Vereinsmensch. Ob im Skiklub oder Tennis: Ich bin gerne unter Leuten und schätze den persönlichen Austausch sehr. Deshalb freue ich mich besonders darauf, die Menschen in der Region noch besser kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen.
Was bedeutet Ihnen die neue Aufgabe? Carla Steiner: Sie bedeutet mir viel, und ich habe lange darauf hingearbeitet. Ich freue mich sehr darauf, noch näher bei den Kundinnen und Kunden zu sein. Auch wenn ich in grosse Fussstapfen treten werden, blicke ich mit grosser Vorfreude auf die neue Herausforderung.
Was hat Ihnen über all die Jahre hinweg besonders Freude bereitet? Ruedi von Känel: Ganz klar die Vielseitigkeit der Kundenberatung. Wir arbeiten sehr selbständig, und ich habe es immer geschätzt, direkter Ansprechpartner für meine Kundschaft zu sein und sie von der ersten Beratung bis zur Umsetzung begleiten zu dürfen. Dabei tragen wir auch eine grosse Verantwortung, von der Beurteilung einer Situation bis hin zum Abschluss eines Geschäftes. Was bleibt, sind die guten Kundenbeziehungen Zum Teil kam bereits die dritte Generation zu mir!
... und wie kam es, dass man 46 Jahre beim selben Arbeitgeber bleibt? Ich bin sehr verwurzelt hier. Ich habe ein gutes Umfeld und kurze Wege. Ein Wechsel kam daher für mich nie in Frage. Ich hatte immer ein grossartiges Team um mich, Freundschaften sind entstanden, wertvolle Kontakte. Das hier ist eben meine Heimat.
Frau Steiner, Sie sind bald 13 Jahre für die SLF tätig. Was hat Sie bei der Bank gehalten? Das familiäre Umfeld und dass ich bisher so viele unterschiedliche Abteilungen sehen durfte. Das brachte sehr viel Abwechslung und Erfahrung, und ich empfand es immer als sehr positiv. Zudem gefällt mir das Regionale, wie auch die kurzen Wege. Ich kann mit dem Velo zur Arbeit fahren. Zudem ist das Team, immerhin rund 70 Mitarbeitende, super. Man spürt den Zusammenhalt untereinander, und man versteht sich.
Wort für Wort: Carla Steiner "Ich möchte die Arbeitsweise meines Vorgängers weiterführen: offen und transparent, ehrlich, hilfsbereit - und fokussiert auf alle Generationen."
Im laufe der Jahre entstehen oft enge und vertrauensvolle Beziehungen. Bleibt etwas ganz besonders in Erinnerung? Ruedi von Känel: In dieser langen Zeit gab es natürlich sehr viele Ereignisse, die in Erinnerung bleiben. Am meisten die, bei denen man auch mal «über den Tellerrand hinaus» helfen und beraten konnte. Speziell wenn es um die ganze Familie ging, wo jeder auch unterschiedliche Sichtweisen und Bedürfnisse hat, und am Ende dennoch alle mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Wenn man dann die Dankbarkeit spürt, gibt einem das sehr viel.
Was ist Ihnen in der Beratung wichtig? Carla Steiner: Ich möchte die bisherige Art und Weise der Beratung von Ruedi weiterführen. Immer offen und transparent zu sein und vor allem ehrlich zu bleiben ist mir sehr wichtig. Die Hilfsbereitschaft und wertschätzende Art meines Vorgängers möchte ich weiterführen und bewahren.
Die Finanzwelt hat sich stark verändert. Was hat Ihren Berufsalltag am meisten geprägt? Ruedi von Känel: ... der technologische Fortschritt, vor allem während der letzten fünfzehn, zwanzig Jahre. Früher haben wir das Sparbuch unserer Kundschaft von Hand ausgefüllt, heute geht vieles nur noch digital. Aber auch im regulatorischen Bereich hat sich vieles geändert. Fürs gleiche Kreditgeschäft bestehen heute viel mehr rechtliche Auflagen als noch vor 30 Jahren. Aber man muss mit der Zeit gehen, sich fort- und weiterbilden.
Wort für Wort: Ruedi von Känel "Was bleibt, sind langjährige Kontakte und Kundenbeziehungen. Zum Teil kam bereits die 3. Generation einer Familie zu mir."
Wo sehen Sie in den nächsten Jahren die grössten Herausforderungen? Carla Steiner: Ich bin gespannt, wie der technische Fortschritt unser Geschäft weiter mitbestimmt. Die zunehmende Digitalisierung wird auch nicht aufzuhalten sein. Die Künstliche Intelligenz wird unsere Arbeitsweise mit Sicherheit verändern. Aber mir ist weiterhin der persönliche Kontakt sehr wichtig, der in der Finanzbranche weiterhin relevant sein wird, auch für die junge Generation. Da können wir als SLF einen Unterschied machen.
Die Pensionierung eröffnet neue Freiräume. Worauf freuen Sie sich am meisten? Ruedi von Känel: In gewisser Weise auf die Freiheit und den freien Kalender. Ohne Stress zu reisen und in der Natur unterwegs zu sein, darauf freue ich mich sehr. Und: Weiterhin die vielen Freundschaften pflegen - und natürlich die Zeit mit der Familie.
Die SLF ist in der Region verankert. Welche Bedeutung hat diese Nähe zu den Menschen für Sie? Carla Steiner: Eine sehr zentrale. Dafür steht auch die SLF als eine Traditions-Bank. Wir wollen die ganzheitliche Beratung stärken und für unsere Kundschaft bei allen Fragen der erste Ansprechpartner sein. Wir gehen auf Wunsch auch zu Kundinnen und Kunden nach Hause, aber empfangen sie natürlich ebenso gerne in einer unserer Filialen.
... haben Sie ein Lebensmotto?
Carla Steiner: Immer offenbleiben und auch mal etwas Neues wagen, um fürs Leben zu lernen.
Ruedi von Känel: Das kann ich kurz machen: Ich habe die Leute gern.
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Vielen Dank fürs Gespräch! Interview: Sebastian Baader und Thomas Feuz
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