Moderne Heizsysteme – welche Lösung passt zu Ihrer Liegenschaft?

SLF-Aktuell - September 2026

Die Heizung gehört zu den grösseren Investitionen im Lebenszyklus einer Liegenschaft. Sie beeinflusst den Wohnkomfort, die Betriebskosten, den Energieverbrauch und den Immobilienwert über eine lange Zeit. Gleichzeitig verschärfen sich die gesetzlichen Anforderungen an Energieeffizienz und Klimaschutz. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer stehen deshalb vor der Frage, welches Heizsystem heute und in Zukunft die beste Wahl ist.

Neben den Anschaffungskosten sollten bei einem Heizungsentscheid immer auch die laufenden Energiekosten, die Lebensdauer, der Wartungsaufwand sowie mögliche Fördergelder berücksichtigt werden.

Damit ein passendes Heizsystem für eine Liegenschaft eingesetzt werden kann, muss zuerst der Wärmebedarf abgeklärt werden. Bei der Berechnung des Wärmebedarfs spielen diverse Faktoren eine Rolle: die Nutzung des Gebäudes (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Geschäftshaus etc.) und der Standort (bezüglich der Aussentemperatur, der der Verschattung respektive der solaren Energiegewinne usw.). Bei elektrisch betriebenen Anlagen müssen allfällige Sperrzeiten beachtet werden, die Anzahl Personen und ob die Warmwasseraufbereitung ebenfalls über die Heizung läuft. Die Warmwasseraufbereitung ist in der heutigen Zeit ein wichtiger Aspekt bei der Ermittlung des Wärmebedarfs eines Heizsystems. Weiter sind auch die bestehende Gebäudehülle (Wärmedämmung) oder die Lüftung (Komfortlüftungen) Faktoren zur Bestimmung des Wärmebedarfs.

Die genaue Berechnung Ihres Wärmebedarfs kann durch Ihren Heizungsspezialisten ermittelt werden und ist ein zentraler Bestandteil bei der Planung eines Heizungsersatzes.

Beschrieb der wichtigsten Heizsysteme

Welche Fördergelder kann ich beantragen

Beim Ersatz eines Heizsystems mit herkömmlichen Energieträgern (wie Öl, Gas und Elektrizität) durch ein Heizsystem mit erneuerbaren Energieträgern können aktuell gemäss Leitfaden des Kantons Bern folgende Fördergelder beantragt werden (Ansätze gelten bis 15 kW, für grössere Gebäude ab 15 kW gelten andere Ansätze):

LUFT/WASSER-WÄRMEPUMPE AUSSEN/INNEN
CHF 6 000.--

SOLE/WASSER- UND WASSER/WASSERWÄRMEPUMPE
CHF 10 000.--

PELLET/STÜCKHOLZHEIZUNG
CHF 6 000.--

FERNWÄRMEANSCHLUSS
CHF 4 500.--

ERSTINSTALLATION WÄRMEVERTEILSYSTEM
EBF bis 250 m2 / CHF 15 000.--

In Kombination mit einer Gebäudesanierung besteht nach wie vor die Möglichkeit, über einen GEAK-Effizienzklassenaufstieg Fördergelder zu beantragen.

Zudem sollte man unbedingt bei der eigenen Gemeinde nachfragen, ob zusätzliche Förderprogramme existieren. Es gibt Gemeinden, welche energetische Sanierungen mit zusätzlichen Fördergeldern unterstützen.

Zum Förderprogramm Energie des Kantons Bern stehen verschiedene Informationen und Übersichten zur Verfügung. Diese finden Sie auf der Website des Kantons Bern: Förderprogramm Energie

Vor- und Nachteile verschiedener Heizsysteme aus der Sicht des Experten

Wir haben bei Matthias Mühlemann von der Jost Haustechnik AG in Frutigen nachgefragt, welches die Vor- und Nachteile moderner, häufig genutzter Heizsysteme sind.

Wie kann ich Heizkosten sparen?

TIPPS VON MATTHIAS MÜHLEMANN, JOST HAUSTECHNIK AG                                                             
Das grösste Einsparpotenzial besteht in einer guten Dämmung der Gebäudehülle. Unsanierte Gebäude verbrauchen wesentlich mehr Heizenergie als Gebäude, welche nach heutigem Standard gebaut oder saniert worden sind. Weitere Tipps, welche einfacher umzusetzen sind als eine gesamte Gebäudesanierung:

  • Raumtemperatur auf 21–22 Grad senken
  • Korrektes Stosslüften
  • Reduktion des Warmwasserverbrauchs
  • Anpassung der Heizkurve des Heizsystems (Vorlauftemperaturen)

 

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Disclaimer: Anlagen sind mit Risiken verbunden und können Wertschwankungen unterliegen.
Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. 
Anlageentscheide sollten stets unter Berücksichtigung der individuellen Risikofähigkeit und Risikobereitschaft getroffen werden.

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