Halbjahresabschluss 2025 - Starkes Wachstum, erfolgreiche Projekte

Die Spar- und Leihkasse Frutigen AG (SLF) kann auf ein erfolgreiches erstes Semester blicken. Es ist geprägt von einem starken Bilanzwachstum in den Kerngeschäften, welches die Bilanzsumme auf erstmals über 1,9 Mia. Franken anwachsen liess.

In den ersten sechs Monaten können gute Wachstumszahlen in der Bilanz vermeldet werden. Mit einer Zunahme der Bilanzsumme von 4,1% oder 74,8 Mio. Franken wurde erstmals die 1,9 Mia. Franken-Grenze übertroffen. Das Wachstum der Aktiven prägte hauptsächlich die starke Nachfrage nach Krediten. So erhöhten sich die Kundenausleihungen um 3,1%. Diese wurden mehrheitlich durch wachsende Hypothekarforderungen in der Höhe von 48,4 Mio. Franken erzielt. Die etablierte Festhypothek war weiterhin das beliebteste Finanzierungsprodukt. Die teils noch etwas unbekannte Saron Hypothek wurde durch die Leitzinssenkungen zunehmend attraktiver. Auf der Passivseite erzielten die Kundengelder den grössten Wachstumsanteil. Insgesamt konnte die Bank im ersten Halbjahr neue Volumen von 48,7 Mio. Franken anziehen. Davon wurden 18,8 Mio. Franken (+15,8%) in Kassenobligationen investiert. Die restlichen knapp 30 Mio. Franken haben die Kundinnen und Kunden auf die diversen bewährten Kontoprodukte einbezahlt.

Starke Nachfrage nach Wertschriftengeschäften

Insgesamt entwickelten sich die Geschäfte mit einem Plus des Bruttoerfolges von 0,4% positiv. Im sinkenden Zinsniveau kamen die Erträge aus dem Zinsengeschäft erwartungsgemäss unter Druck und sorgten für Mindereinnahmen, welche durch die vorgenommenen Zinssatzsenkungen auf Kundengeldern nicht gänzlich wettgemacht werden konnten. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt um

CHF 51 000.—(-0,5%) unter der Vergleichsperiode. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft übertraf die Schwelle von einer Million Franken. Die Erträge stiegen um 8,2% an. Ein Mitgrund waren die volatilen Anlagemärkte im ersten Halbjahr, die jeweils zu intensiveren Handelsaktivitäten führten. In
den weiteren Sparten blieben die Einnahmen stabil. Der Geschäftsaufwand weist um CHF 431 000.— höhere Ausgaben auf. Verursacht wurden diese durch einmalige Sonderausgaben für das neue Logo sowie gestiegene IT- und Personalkosten. Aufgrund der getätigten Investitionen erhöhten sich die Abschreibungen um 11,0% oder CHF 110 000.— auf neu 1,11 Mio. Franken. Der Geschäftserfolg im ersten Halbjahr 2025 beträgt 4,0 Mio. Franken (- CHF 113'000.—). Der Halbjahresgewinn liegt mit 2,0 Mio. Franken auf Vorjahresniveau.

Die Kundenfreundlichkeit im Fokus

Im vergangenen März wurde die Agentur Spiez umgebaut. Um den gestiegenen Bedürfnissen nach Individualberatungen zu begegnen, übernahm Deborah Krähenbühl die neu geschaffene Stelle als Kundenberaterin bereits vor einiger Zeit. Nun konnte das zusätzlich benötigte Beratungsbüro realisiert werden. Zudem entstand für den Kundentresor ein neuer Raum, der die Diskretion erhöht. Auch im aktuellen Jahr beschäftigen uns die digitalen Angebote. Im Herbst 2025 erfolgt die Einführung des neuen Digital Banking, welches das bisherige E-Banking ersetzt. Es bietet zahlreiche neue Funktionen, die unter anderem die Benutzerfreundlichkeit verbessern oder die Möglichkeiten für den elektronischen Dokumentenaustausch zwischen Bank und Kundschaft erweitern.

Die Aussichten stimmen positiv

Die Aussichten für das zweite Semester sind gut. Die Wachstumsziele der Bank dürften übertroffen werden. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf das ausgeglichene Wachstum der Ausleihungen und Kundengelder gelegt.