Cybercrime oder Kriminalität im Netz gehört leider zum Alltag. Raffiniert vermitteln Täter den Eindruck, dass man es mit einem bekannten Unternehmen zu tun hat.
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Enkeltrick und Online-Betrug
Was der «Enkeltrick» am Telefon ist, ist die Cyberkriminalität im Netz. Dubiose Mails lesen sich in etwa so: «Sie haben $ 50 000 000 gewonnen. Aktivieren Sie den Zugangscode!» Oder: «Sie wurden beim Besuch unsittlicher Webseiten beobachtet. Klicken Sie hier, um den Browserverlauf zu löschen.» Oder: «Das Paket wartet auf Ihre Anweisungen. Um die Lieferung abzuschliessen, klicken Sie auf ‹Bitte sofort zustellen›.»
«Nahezu alle Betrugsversuche könnten verhindert werden, wenn jeder aufmerksam und skeptisch ist.»
Internetbetrug hat verschiedene Gesichter:
- Identitätsdiebstahl: Diebstahl von Namen, Adressen, AHV-Nummern oder Bankdaten, um so illegale Aktivitäten durchzuführen.
- Online-Betrug: Menschen mit falschen Angaben oder Versprechen in die Falle locken und so an ihr Geld kommen.
- Phishing: Mit gefälschten E-Mails, Webseiten oder SMS an Passwörter, Bankdaten, Kreditkarteninfos herankommen.
- Cybermobbing: Mit Mails oder in sozialen Medien schikanieren, belästigen, bedrohen.
- Hacking: Unbefugtes Eindringen in Computersysteme.
- Ransomware: mit «Schadsoftware» (Malware) Lösegeld erpressen, bevor die erfolgte Blockierung von Daten oder Systemen wieder aufgehoben wird.
- Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffe: Webseiten mit massiven Anfragen überfluten => Überlastung oder Totalausfall.
- Dark Web: «versteckter» Bereich des Internets; Umschlagplatz für Drogen, Waffen, gestohlene Daten.
LINDA schützt
Kriminalität im Netz ist jederzeit und überall denkbar. Im Bereich des Zahlungsverkehrs unterschiedet man vier Arten von Cybercrime:
- Social Engineering oder «menschliche » Täuschungsmanöver
- Phishing oder betrügerisches Ausspionieren von Passwörtern oder persönlichen Daten
- Malware oder Schadprogramme
- CEO-Fraud oder CEO-Betrug (Anordnungen von angeblichen Managern)
Im Zusammenhang mit dem Internet ist Gutgläubigkeit tatsächlich fehl am Platz. Dass man zuerst einmal misstrauisch sein sollte, war kaum die Absicht von Tim Berners-Lee, der Ende 1989 am CERN in Genf das World Wide Web erfunden hatte. Sein Ziel, Informationen und Nutzer zu vernetzen, hat heute eine ganz andere Dimension erhalten.
Optisch und inhaltlich verblüffend «echte» E-Mails, WhatsApp-Nachrichten oder SMS gelten als beliebte Betrugsmasche. Allen gemeinsam ist der Inhalt, nämlich die Aufforderung zu einer bestimmten Handlung. Auf einen Link zu klicken oder Daten und Passwörter zu nennen: das kann sich rasch als «trojanisches Pferd» herausstellen. Vorsicht!
Kluge Köpfe schützen sich
6 Regeln zum sicheren Passwort
- mindestens 12 Zeichen
- Ziffern, Gross- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen
- keine Tastaturfolgen wie «asdfgh» oder «45678»
- Passwörter sollten keinen Sinn ergeben und in keinem Wörterbuch vorkommen
- überall ein anderes Passwort nutzen
- Passwort verschlüsselt speichern
Digital Banking: Ein sicheres Passwort wählen und für sich behalten.
Unbekannte Nachrichten: Keine SMS, WhatsApp und E-Mails von Unbekannten öffnen.
Virenschutz: Das Antivirenprogramm laufend nutzen.
Zugriffsanfragen / Freigaben: Anfragen für Zugriff / Freigabe von Konten sorgfältig prüfen.
Unbekannte Kontakte: Kontaktversuche von Unbekannten ablehnen, Absender blockieren.
Hilfreiche Links
Weitere Informationen und Tipps finden Sie hier:
- www.ibarry.ch, Plattform für Internetsicherheit
- www.flairsafe.ch, Schweiz. Kriminalprävention
- www.ncsc.admin.ch/nscs/de/home.html , Bundesamt für Cybersicherheit
- www.card-security.ch/karte-schuetzen
- www.cybercrimepolice.ch
- www.cybersecurityforyou.ch
- www.ebas.ch
- www.s-u-p-e-r.ch