Cybercrime und Betrug im Internet

Cyberkriminalität nimmt stetig zu – sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sind betroffen. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen die gängigsten Betrugsmethoden im Internet, wie diese funktionieren und worauf Sie achten sollten.

Phishing – Datendiebstahl per E-Mail

Beim Phishing versuchen Betrüger, über gefälschte E-Mails oder Webseiten an Ihre sensiblen Daten zu gelangen, etwa Passwörter oder Kreditkarteninformationen.

Typisches Beispiel:
Eine E-Mail fordert Sie auf, Ihr Konto "dringend zu verifizieren".

Warnzeichen:

  • Ungewöhnlicher Absender
  • Rechtschreibfehler
  • Druck ("sofort handeln")
  • Verdächtige Links

So schützen Sie sich:

  • Keine Links in unbekannten E-Mails anklicken
  • URL genau prüfen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen

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Smishing – Betrug per SMS

Smishing ist Phishing über SMS. Sie erhalten eine Nachricht mit einem Link zu einer gefälschten Website.

Typisches Beispiel:
"Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden – klicken Sie hier"

Warnzeichen:

  • Unbekannte Nummer
  • Dringende Aufforderung
  • Verkürzte Links

So schützen Sie sich:

  • Keine Links aus SMS anklicken
  • Absender prüfen
  • Im Zweifel direkt beim Anbieter nachfragen

Spear-Phishing – gezielte Angriffe

Hierbei handelt es sich um personalisierte Angriffe, die speziell auf eine Person oder Organisation zugeschnitten sind.

Typisches Beispiel:
Eine scheinbar interne E-Mail eines Kollegen mit einer Datei im Anhang.

Warnzeichen:

  • Sehr glaubwürdige Inhalte
  • Individuelle Ansprache
  • Ungewöhnliche Anfragen

So schützen Sie sich:

  • Absender genau prüfen
  • Im Zweifel Rückfrage über einen anderen Kanal (Bspw. Telefon)

CEO-Fraud (Business E-Mail Compromise)

Betrüger geben sich als Vorgesetzte aus und fordern Mitarbeiter zu Überweisungen oder Datenweitergabe auf.

Typisches Beispiel:
"Bitte überweisen Sie dringend einen Betrag für ein vertrauliches Projekt."

Warnzeichen:

  • Zeitdruck
  • Geheimhaltung
  • Ungewöhnliche Zahlungsanweisungen

So schützen Sie sich:

  • Interne Freigabeprozesse einhalten
  • Zahlungsanweisungen immer verifizieren

Ransomware – Erpressung durch Verschlüsselung

Ihre Daten werden verschlüsselt und nur gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigegeben.

Typisches Beispiel:
Nach dem Öffnen eines Anhangs ist der Zugriff auf Dateien blockiert.

Warnzeichen:

  • Plötzlich gesperrte Daten
  • Lösegeldforderung

So schützen Sie sich:

  • Regelmäßige Backups erstellen
  • Vorsicht bei Anhängen
  • Systeme aktuell halten

Fake-Shops – Online-Shopping-Betrug

Gefälschte Online-Shops locken mit extrem günstigen Angeboten.

Typisches Beispiel:
Markenprodukte zu unrealistisch niedrigen Preisen.

Warnzeichen:

  • Kein Impressum
  • Nur Vorkasse möglich
  • Schlechte Bewertungen

So schützen Sie sich:

  • Shop recherchieren
  • Sichere Zahlungsmethoden nutzen
  • Preise vergleichen

Vorschussbetrug

Sie sollen im Voraus Geld zahlen, um später eine größere Summe zu erhalten.

Typisches Beispiel:
"Sie haben gewonnen – zahlen Sie eine Bearbeitungsgebühr"

Warnzeichen:

  • Unerwartete Gewinnbenachrichtigung
  • Vorauszahlung erforderlich

So schützen Sie sich:

  • Keine Vorauszahlungen leisten
  • Angebote kritisch hinterfragen

Romance Scam – Liebesbetrug

Betrüger bauen online eine Beziehung auf und bitten später um Geld.

Typisches Beispiel:
Eine Online-Bekanntschaft benötigt plötzlich finanzielle Hilfe.

Warnzeichen:

  • Schnelle emotionale Bindung
  • Ausreden für persönliche Treffen
  • Geldforderungen

So schützen Sie sich:

  • Keine Geldüberweisungen an Unbekannte
  • Identität prüfen
  • Vorsicht bei Online-Beziehungen

Identitätsdiebstahl

Persönliche Daten werden gestohlen und missbraucht.

Typisches Beispiel:
Jemand schließt Verträge in Ihrem Namen ab.

Warnzeichen:

  • Unbekannte Rechnungen
  • Mahnungen ohne Grund

So schützen Sie sich:

  • Daten sparsam teilen
  • Kontobewegungen prüfen
  • Sichere Passwörter verwenden

Tech-Support-Betrug

Betrüger geben sich als IT-Support aus und behaupten, Ihr Gerät sei infiziert.

Typisches Beispiel:
Ein Anruf fordert Sie auf, Fernzugriff zu erlauben.

Warnzeichen:

  • Unerwartete Anrufe
  • Druck zur schnellen Handlung

So schützen Sie sich:

  • Keine Fernzugriffe gewähren
  • Offizielle Supportkanäle nutzen

Gewinnspielbetrug

Sie werden über einen angeblichen Gewinn informiert, müssen aber vorher zahlen.

Typisches Beispiel:
"Sie haben ein Auto gewonnen – zahlen Sie die Versandkosten"

Warnzeichen:

  • Gewinn ohne Teilnahme
  • Gebührenforderung

So schützen Sie sich:

  • Keine Gebühren zahlen
  • Gewinnspiele überprüfen

Fazit

Cyberkriminelle nutzen viele verschiedene Methoden – doch die meisten Angriffe lassen sich durch Aufmerksamkeit und Vorsicht vermeiden.

Grundregeln:

  • Misstrauen bei unerwarteten Nachrichten
  • Keine sensiblen Daten leichtfertig weitergeben
  • Webseiten und Apps nie über einen Link öffnen
  • Systeme aktuell halten

Weiterführende Informationen/ Links

 

skppsc.ch - Mission Betrugsjagt: "Würden Sie den Betrugsversuch rechtzeitig erkennen?"
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cybersecurityforyou.ch - Gratiskurs zum Thema Cybersicherheit
cybercrimepolice.ch - Informationsseite der Polizei zum Thema Internetbetrug
mycard.ch/betrug-erkennen-die-checkliste-fuer-jede-situation - Checkliste der Viseca zum Verhindern von Kreditkartenbetrug
card-security.ch - Die Informationsseite der Polizei zur Prävention von Kartenbetrug
ncsc.admin.ch - Bundesamt für Cybersicherheit
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